Goitzsche und Umgebung

Einst ein Auwaldgebiet am Westrand des Muldetales und gern besuchtes Ausflugsgebiet für die Bitterfelder, wurde die Goitzsche durch den Aufschluss der Grube Auguste bei Holzweißig ab 1908 ein Opfer des Braunkohletagebaues. Braunkohle war eine wichtige Energiequelle und die Grundlage für die Industrialisierung.

Bis 1991 wurde in verschiedenen Baufeldern auf dem Gebiet der Goitzsche Braunkohle abgebaut. Übrig blieb eine Mondlandschaft, für deren Beseitigung Ideen gesucht wurden.

Die LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungs GmbH entwickelte gemeinsam mit einem Kuratorium im Rahmen der EXPO 2000 eine einzigartige Vision: Die Goitzsche sollte ein Referenzstandort der Weltausstellung werden.

Heute ist dieser Prozess abgeschlossen. Aus der Tagebaulandschaft, für die einst fünf Ortschaften weichen mussten und die nicht nur eine Verlegung von Eisenbahnstrecken und Straßen erforderlich machte, sondern für die sich sogar die Mulde ein neues Bett suchen musste, ist nach der Flutung ein Naturparadies direkt vor den Toren der Industrie- und Chemiestadt Bitterfeld-Wolfen entstanden.


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